Obdachlosigkeit bis 2030 in der EU beseitigen

In der kalten Jahreszeit und kurz vor Weihnachten bekommen Obdachlosigkeit, und damit die Menschen ohne feste Bleibe, traditionell mehr Aufmerksamkeit als im Rest des Jahres. Auch das Europaparlament hatte das Thema gerade wieder auf der Agenda.

BOULOU

Die Abgeordneten wollen, dass in der EU mehr gegen Obdachlosigkeit getan wird. Die Obdachlosigkeit sei in der EU in den vergangenen 10 Jahren um mehr als 70 Prozent gestiegen. Mehr als 700.000 Menschen leben auf der Straße.

Wohnen ist ein grundlegendes Menschenrecht

Das EU-Parlament hat eine Reihe von Empfehlungen verabschiedet und betont darin, dass Wohnen ein grundlegendes Menschenrecht ist. Außerdem fordert das Parlament von der Kommission und den Mitgliedstaaten stärkere Maßnahmen, um die Obdachlosigkeit in der EU bis 2030 zu beseitigen.

Der Petitionsausschuss hat mehrere Petitionen erhalten, in denen auf den massiven Anstieg der Obdachlosigkeit in der Europäischen Union hingewiesen wird.

Berichte darüber, wie sich die Corona-Krise auf die Erschwinglichkeit von Wohnraum in der EU ausgewirkt hat, deuten darauf hin, dass die wirtschaftliche Rezession und der Verlust von Arbeitsplätzen und Einkommen die Wohnkosten und Obdachlosigkeitsraten in Europa weiter ansteigen lassen könnten.

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