Tag der humanitären Hilfe

Heute ist der Internationale Tag der humanitären Hilfe. Und damit auch ein Tag, mal darüber nachzudenken, was damit eigentlich geleistet wird. Die EU ist der größte Geldgeber weltweit, wenn es darum geht, Menschen in Not zu helfen. Bei Naturkatastrophen, in Kriegs- und Krisensituationen. Auch Deutschland ist ganz vorne dabei, wenn es um humanitäre Hilfe geht, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem Videopodcast zum Welttag der humanitären Hilfe.

Nahaufnahmer zweier Hände - die eine weiß, die andere schwarz - die sich festhalten.

„Allein die Tatsache, dass mehr als 79 Millionen Menschen aufgrund der Verhältnisse in ihrer Heimat auf der Flucht sind oder vertrieben wurden, zeigt uns, wie groß der Bedarf an Hilfe ist.“

Doch die Hilfe kann für die Helfer lebensgefährlich sein. Das vierte Jahr in Folge führt Syrien die Liste der gefährlichsten Länder für humanitäre Helfer an. Das zeigt eine Analyse der Hilfsorganisation CARE. 74 Helfer haben seit Anfang 2020 im Einsatz ihr Leben verloren, allein 20 davon in Syrien.

„Leider müssen wir immer wieder erleben, dass sie gezielt angegriffen und an ihrer wichtigen Arbeit gehindert werden. Wir wollen das ändern und setzen uns etwa im Sicherheitsrat intensiv dafür ein, dass humanitären Helferinnen und Helfern der Schutz zukommt, der ihnen nach den Normen des Völkerrechts zusteht.”

Die EU-Länder sind gemeinsam weltweit der größte Geber humanitärer Hilfe; sie leisten jedes Jahr Millionen von Menschen in allen Erdteilen Unterstützung. Diese Hilfe macht 1% des jährlichen Gesamthaushalts der EU aus – etwa 4 Euro pro EU-Bürger/in.

„Damit die Hilfe dort auch ankommt, braucht es Menschen, die ihre Arbeit in den Dienst dieser guten Sache stellen. Bei den vielen Helferinnen und Helfern, die dies durch ihren unermüdlichen Einsatz tun, möchte ich mich von Herzen bedanken.“

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