Backpapier, beschichtete Pfanne, Teppichboden, Pizzakarton, wasserabweisende Textilien…diese Reihe hat eins gemeinsam: PFAS. Eine Gruppe von Chemikalien, die zu den Ewigkeits-Chemikalien gehören. Sie sind im Boden, im Wasser sehr schwer abzubauen. Und wenn PFAS über Nahrungs- und Futtermittel bis in den menschlichen Körper gelangen, können sie gesundheitsschädlich sein. Die EFSA, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, untersucht PFAS. Doch es gibt ein Problem, sagt der EFSA-Experte Hans Steinkellner. Es gibt wahrscheinlich tausende, und wir haben nur zu wenigen toxikologische Daten.
Efsa „Die Daten, die wir zu PFAS in Lebens- und Futtermitteln haben, beschränken sich auf diejenigen Substanzen, nach denen wir gezielt suchen – also auf solche, von denen wir wissen, dass sie vorhanden sind. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat die EU-Kommission – als Reaktion auf die Stellungnahme der EFSA – ein Überwachungsprogramm initiiert. Die EU-Mitgliedstaaten sind darin verpflichtet, PFAS zu erfassen und die entsprechenden Daten an die EFSA zu übermitteln.“
Das Programm ist im vergangenen Jahr ausgelaufen. Die gesammelten Daten werden jetzt ausgewertet.
„Das wird uns dabei helfen, ein deutlich genaueres Bild von weiteren PFAS zu gewinnen: welche Substanzen vorhanden sind, in welchen Lebensmitteln sie vorkommen und wie sie innerhalb Europas verteilt sind. Auf dieser Grundlage lässt sich eine präzisere Risikobewertung erstellen.“
In der aktuellen Folge des EFSA-Podcast „Science on the Menu“ erklärt Hans Steinkellner auch, warum das „Problem“ PFAS mit einem Verbot allein nicht gelöst wäre.