Das Gesundheitssystem kränkelt nicht nur in Deutschland. In der gesamten EU stehen die Gesundheitssysteme vor großen Herausforderungen. Das liegt an der alternden Bevölkerung, aber auch an Volkskrankheiten wie u.a. Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Heute ist Weltherztag, und für die EU-Kommission der Anlass, die Vorsorge in den Fokus der ersten EU-Screening-Woche zu stellen.
EU/Lukasz Kobus Olivér Várhelyi
„Wir beobachten auch einen drastischen Anstieg chronischer Erkrankungen und Begleiterkrankungen. Das medizinische Fachpersonal ist bereits bis an die Belastungsgrenze gefordert. Hinzu kommen geopolitischer Druck und Schwachstellen in den Lieferketten – Faktoren, die die vor uns liegenden Herausforderungen weiter verschärfen. All diese Faktoren stellen unsere gemeinsame Fähigkeit auf die Probe, die Gesundheit der Menschen in Europa zu schützen – und zwar auf eine Weise, die das europäische Gesundheitssystem nachhaltig und für alle zugänglich erhält. Für mich beginnt die Lösung deshalb bei der Prävention.“
Gesundheits-Kommissar Olivér Várhelyi spricht von 1,7 Millionen Menschen, die jedes Jahr in der EU an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben. Die Todesursache Nummer eins in der EU. Und wenn nichts getan würde, könne sich die Zahl bis 2050 verdoppeln. Das Ziel der ersten EU-Screening-Woche ist, das Bewusstsein zu schärfen, um so die Zahl der vorzeitigen Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken. Es geht u.a. um Initiativen für einen gesunden Lebenswandel von Jugend an. Mehr und bessere Vorsorgeuntersuchungen. Besseres Wissen um die eigenen Gesundheitswerte, und die Bekämpfung von Ungleichheiten.