Frauen, ältere Menschen, Migranten und Menschen mit Behinderungen sind der Schlüssel zur Bekämpfung des Fachkräfte- und Arbeitskräftemangels in der EU. Heißt es jetzt von der EU-Kommission. In ihrem aktuellen Bericht über Beschäftigung und soziale Entwicklungen in Europa steht vor allem, dass in der EU rund 51 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter nicht oder nicht voll arbeiten. Frauen, Menschen im Alter von 55 bis 64 Jahren, Migranten und Menschen mit Behinderungen machen dabei die überwiegende Mehrheit aus. Um mehr Frauen auf den Arbeitsmarkt zu bekommen, ist die Kinderbetreuung ein Schlüsselfaktor.
Holger Winkelmann | Euranet Plus Der Bericht sagt, dass der Ausbau der Kinderbetreuung die Beschäftigungsquote von Frauen in einigen Mitgliedstaaten um bis zu 30 % steigern könnte. Bei Menschen ab 55 Jahren könnte mehr Flexibilität am Arbeitsplatz, Ausbildung und Berufsberatung helfen, dass diese Gruppe aktiv bleibt. Bei Migranten sind vor allem die Anerkennung von Qualifikationen und Sprachschwierigkeiten ein Hindernis. Aber auch Diskriminierung und bürokratische Hürden. Um mehr Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt zu bringen, gehe es darum Stereotypen zu überwinden und Barrieren abzubauen.
Wenn alle genannten Gruppen leichter Zugangs zum Arbeitsmarkt bekommen würden, würde das auch dazu beitragen, das EU-Ziel einer Beschäftigungsquote von 78 % für 2030 zu erreichen.