Mehr als zwei Millionen Kinder und Jugendliche aus dem Leben gerissen – Die Nachrichten des Tages

Durch den Bürgerkrieg in Syrien sind auch mehr als zwei Millionen Kinder und Jugendliche aus dem Leben gerissen worden. Das bedeutet u.a., dass sie nicht mehr zur Schule gehen können. Das wollen die EU und Unicef gemeinsam ändern.

Bildausschnitt mehrerer EU-Flaggen, die an Fahnenmästen wehen, im Hintergund ein Gebäude der EU-Kommission in Brüssel.

Sie haben heute ein Abkommen unterzeichnet, in dem 62 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Mithilfe dieses Geldes sollen syrische Kinder, die in Syrien, dem Libanon und der Türkei leben, die Möglichkeit auf ein geschütztes Umfeld zum Lernen erhalten. Innerhalb und außerhalb Syriens gibt es 2,7 Millionen Kinder, die nicht zur Schule gehen können. In Syrien kann eine von vier Schulen nicht genutzt werden. 52.000 Lehrer haben ihre Stellen verlassen. In den Nachbarländern Türkei und Libanon sind die Schulen überfüllt und unzureichend ausgestattet.

25 Jahre Einheit

Deutschland feiert das 25 jährige Jubiläum der Wiedervereinigung. Als Gast zum offiziellen Festakt in Frankfurt wird morgen auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erwartet. Am kommenden Mittwoch nimmt Juncker an der Debatte zur Lage der EU mit Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande im Europäischen Parlament in Straßburg teil. Am Donnerstag will der Kommissionspräsident dann die Erstregistrierungsstelle für Flüchtlinge in Passau besuchen und sich in einer Podiumsdiskussion Fragen zur Flüchtlingskrise, zur Konfrontation mit Russland und zur Zukunft des Euro stellen.

Biologische Vielfalt geht zurück

Trotz einiger Fortschritte müssen die EU-Staaten mehr tun, um den Rückgang der biologischen Vielfalt in Europa bis 2020 zu stoppen. Das zeigt die Halbzeitbewertung der EU-Biodiversitätsstrategie, die die Europäische Kommission heute vorgelegt hat. Insbesondere müsse das Naturschutzrecht der EU besser umgesetzt werden: Mehr als drei Viertel der wichtigen natürlichen Lebensräume in der EU befinden sich zurzeit in einem ungünstigen Zustand. Viele Arten sind vom Aussterben bedroht. Entscheidend sei auch, dass Biodiversität auch in anderen Politikbereichen, wie Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei, regionale Entwicklung und Handel zum mehr beachteten Thema werde, heißt es aus Brüssel.