„Die Waldbrandsaison startet früher, dauert länger und ist heftiger.“

Es ist ein monströses Wort: Präpositionierungsprogramm. Und genau das ist jetzt gestartet, um monströse Gefahren abzuwehren.

„Die Waldbrandsaison startet früher, dauert länger und ist heftiger.“

EU//Christophe Licoppe

Hadja Lahbib

Und das habe sie in diesem Frühjahr ganz persönlich erlebt, als ihr Handy schon Ende April geklingelt hat, sagt EU-Kommissarin Hadjya Lahbib.

„Das hat es in der Zeit des EU-Katastrophenschutzes noch nie gegeben. Allein in diesem Frühling haben wir schon auf Waldbrände in den Niederlanden, Tschechien, Deutschland, Italien und Polen reagiert.“

Nach dem Waldbrand-Rekordjahr 2025 sollen eine größere Flotte an Löschflugzeugen und Helikoptern und eine deutliche größere Einsatztruppe an Feuerwehrleuten und Notfallexperten helfen, 2026 nicht zu einem weiteren Rekordjahr für zerstörerische Waldbrände zu machen.

„Das beste Feuer ist, das garnicht erst anfängt. Deshalb bündeln wir unsere Kräfte, um Katastrophen verhindern, bevor sie passieren. (…) Und die EU investiert Milliarden in die Prävention, in Klimaanpassung, Wald-Resilienz und Frühwarnsysteme.“

777 Feuerwehrleute aus 14 europäischen Ländern werden strategisch in Hochrisikogebieten in Zypern, Griechenland, Italien, Frankreich, Spanien und Portugal vor Ort sein. Parallel dazu sind 22 Löschflugzeuge und 5 Hubschrauber der EU-Flotte bereit, zu unterstützen, wo nötig. Die Fäden laufen im EU- Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen -ERCC- zusammen. Eine weitere wichtige Säule ist das Schaffen von Bewusstsein, sagt die Kommissarin. Deshalb sei es wichtig an Schulen und in die Öffentlichkeit zu gehen.
„Bis zu 96 Prozent der Waldbrände beginnen durch menschliche Aktivitäten.“