Karlspreis geht an Mario Draghi

Es war im September 2024, da hat ein Mann aus Italien mit seinem Bericht zur Problemstellung und Problemlösung der EU etwas ins Stammbuch geschrieben:
„It’s do this, or it‘s a slow agony.”

Die offizielle Flagge der europäischen Union mit im Kreis angeordneten gelben Sternen auf dunkelblauem Grund

Also sowas wie: Friss oder stirb…langsam und qualvoll. Dieser Mann, der das gesagt hat, ist gestern in Aachen mit dem Karlspreis 2026 ausgezeichnet worden. Für seine Bemühungen um den Zusammenhalt Europas. Diese Auszeichnung hat er laut der Gesellschaft für die Verleihung des Karlspreises aber auch für ein anderes Zitat aus dem Jahr 2012, in der Euro-Finanzkrise bekommen:

„Whatever it takes.“

„Was auch immer es braucht“… um den Euro zu retten, hat Mario Draghi als damaliger Chef der Europäischen Zentralbank gesagt. In beiden Fällen ging es darum, (nicht nur vielleicht?) der EU an einer Wegscheide die Richtung zu weisen. Und, wie Bundeskanzler Friedrich Merz bei seiner Laudatio zur Verleihung des Karlspreises 2026 gesagt hat: Wir haben Sie gehört, Herr Draghi!

„Das Direktorium des Karlspreises hat die Zuerkennung des diesjährigen Karlspreises an Mario Draghi als ein bewusst gesetztes Zeichen an die Entscheidungsträger in Brüssel bezeichnet. Ich zitiere das Direktorium: „Wir fordern die Europäische Kommission und die europäischen Staats- und Regierungschefs auf, jetzt den Draghi-Report umzusetzen.“ Ich kann für meine Person, und ich denke, für fast alle Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union nur sagen: Die Aufforderung, lieber Mario Draghi, ist angekommen. Wir sind in der Umsetzung.“

Der Draghi-Report sagt zu drei Schwerpunktfeldern: Mehr Investitionen, mehr Innovationen, und resilienter werden. Und er sagt auch; vorhandene Gelder aus dem EU-Budget müssen besser und zielgerichteter eingesetzt werden.