Es sind Bilder wie Kunstwerke. Ein bisschen Action-Painting, ein bisschen Impressionismus. Viel Grün, Orange, aber auch zartes Rosa, kräftiges Pink und Lila bis hin zu Schwarz. Gemalt hat die Bilder die Natur und eingefangen hat sie der Biomass-Satellit der ESA. Gestartet im April, hat der „Wald-Satellit“, wie ihn Projektleiter Michael Fehringer nennt, diese ersten Aufnahmen zur Erde geschickt. Es geht beim Biomass-Projekt aber um weit mehr als bunte Bilder.
„Wir messen, wie viel Holz pro Hektar in den globalen Wäldern eigentlich herumsteht, sag ich mal. Und wieso wollen wir das wissen? Ein Kilo Holz beinhaltet circa ein halbes Kilo Kohlenstoff. Und Kohlenstoff kommt vom CO2 in die Bäume. Und darum interessiert uns das. Es geht darum, wie viel CO2 in den Wäldern absorbiert wird, weil wir wissen ziemlich genau, wie viel emittiert wird. Und wenn man das genau weiß, im Moment weiß man es nicht sehr genau, es ist ungefähr 30 Prozent, aber wir wollen das mit ganz großer Genauigkeit messen. Und wenn wir das kennen, dann kann man das in die OME-Stoff-Zyklen-Modelle bringen, und somit auch in die Klimamodelle.“
Und die ersten spektakulären Bilder seien nur ein Vorgeschmack, auf das was noch kommt, sagt Michael Fehringer. Die Mission wird fünf Jahre dauern. Und das große Ziel des Biomass-Projekts ist es, das Klima und die Klimavariablen besser zu verstehen, und einen gesünderen Planeten zu schaffen.