Keine Kosmetika auf Kosten der Tiere

Muss an Kaninchenaugen getestet werden, ob Shampoos brennen? Wohl kaum. In der EU ist der Verkauf von Kosmetikprodukten, die an Tieren getestet wurden, des halb auch seit 2013 verboten. Doch weltweit sieht das anders aus. Deshalb hat das Europäische Parlament jetzt die Mitgliedstaaten und die EU-Kommission aufgefordert, etwas dagegen zu tun.

Claudia Knoppke, was wollen die EU-Abgeordneten erreichen?

Der Umweltausschuss im EU-Parlament meint: Tiere brauchen kein Make up! Und sie fordern die EU auf, sich für ein UN-Übereinkommen zu Tierquälerei einzusetzen. Das Verkaufsverbot in der EU hat funktioniert, jetzt exportieren wir es in die Welt, meint die maltesische Abgeordnete Miriam Dalli.
„Ich sehe das als Kettenreaktion. Wenn wir Richtlinien haben, die versuchen, Tierversuche tatsächlich zu verbieten, würde das der Industrie helfen, und es würde den Forschern helfen sicherzustellen, dass sie nach Alternativen suchen. Und Alternativen existieren und sie haben funktioniert. Wenn also die Politik voranschreitet, können Dinge tatsächlich passieren.“

Ja aber, an Tieren getestete Kosmetik zu verbieten, kann doch eigentlich so schwer nicht sein?

Sollte man meinen, aber laut EU-Parlament ist das in vier von fünf Ländern weltweit immer noch übliche Praxis. In China sind Tests sogar verpflichtend. Die Organisation Cruelty free International hat auch eine Petition im Internet gestartet. Sprecherin Kerry Postlewhite meint, an Tieren getestete Kosmetik braucht kein Mensch.
„Wir wissen aus unserer Arbeit, dass immer noch eine halbe Million Tiere pro Jahr für Schönheit, für Kosmetika sterben. Und im Jahr 2018 denke ich, dass alle zustimmen, dass es an der Zeit ist, überall und für immer aufzuhören. ”
Als prominenter Unterstützer ist übrigens der Game of Thrones – Schauspieler Peter Dinklage alias Tyrion Lannister dabei.

Das EU-Parlament will erreichen, dass an Tieren getestete Kosmetik weltweit verboten wird. Infos waren das von Claudia Knoppke, aus der Euranetplus-Redaktion.