Ganz schön dicke Luft

In der EU ist in 9 Mitgliedsländern dicke Luft. So dick, dass die EU-Kommission Vertragsverletzungsverfahren laufen hat, weil diese Länder die EU-Grenzwerte für Luftverschmutzung nicht einhalten. Deutschland gehört auch dazu. Doch die EU-Kommission will diesen Ländern nicht nur auf die Finger klopfen, sondern auch helfen. Claudia Knoppke weiß wie.

Blick von oberhalb auf eine dreispurige deutsche Autobahn, auf der mehrere Fahrzeuge unterwegs sind.

Umwelt-Kommissar Karmenu Vela hat für Ende Januar die national zuständigen Minister nach Brüssel zu einem Luftqualitäts-Gipfel eingeladen. Das sind neben Deutschland Tschechien, Spanien, Frankreich, Italien, Ungarn, Rumänien, die Slowakei und England. Und diese Länder haben gemein, dass wenn sie ihre Luftverschmutzung nicht schnell in den Griff bekommen, der Gang vor Gericht der nächste Schritt wäre. Denn, es geht darum die Menschen in der EU zu schützen. Dazu hat die Kommission jetzt auch einen Aktionsplan verabschiedet, der den Behörden in den Mitgliedsländern helfen soll, EU –Umweltvorschriften einzuhalten. Dabei geht es auch um Unterstützung, sagte ein Kommissionssprecher.

„Das ist ein Aktionsplan, der den Mitgliedsländern ganz allgemein helfen soll, das Umweltrecht einzuhalten. Er ist nicht speziell auf Luftqualität fokussiert. Es ist eine ganze Sammlung von Möglichkeiten, um Einhaltung der EU-Umweltrichtlinien zu fördern, zu überwachen und durchzusetzen.”

Der Aktionsplan soll auch helfen, gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, und gleichzeitig uns allen ermöglichen, saubere Luft zu atmen, sauberes Wasser zu trinken. Es geht auch um die Ahndung von Umweltsünden, eine sicherere Abfallentsorgung, eben um eine gesunde Natur.