Das Internet der Dinge

Die Europäische Polizeibehörde Europol hat jetzt eine ihrer Pressemitteilungen mit den Worten überschrieben: Wenn ihre Waschmaschine oder ihr Blutdruck-Messgerät zum Ziel eines Angriffs aus dem Internet wird. Klingt nach Raumschiff Enterprise und ist doch schon längst Realität. Was können wir dagegen tun? Dazu haben sich 250 Teilnehmer Gedanken auf einer Konferenz zum Thema Internet der Dinge und Sicherheit gemacht. Claudia Knoppke berichtet.

Detailaufnahme einer modernen Computertastatur und der dazugehörigen Mouse in weiß von Apple.

Bis 2020 werden nach Schätzungen mindestens 20 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein. Ein Stichwort dazu ist Smart Home. Wenn unser Kühlschrank uns aufs Handy meldet, dass die Milch alle ist, wenn wir auf dem Weg nach Hause schon mal die Heizung ein bisschen höher drehen, oder wir dem Fernseher von wo aus auch immer sagen: Nimm doch bitte mal die Sendung xy auf. Klingt toll, und eröffnet noch viel tollere Möglichkeiten für Menschen mit eher kriminellen Absichten. Das weiß auch Dirk Harder vom LKA NRW in Düsseldorf:

„Fernseher wäre sicherlich ein Beispiel. Der hat Mikrophone möglicherweise und dann Daten aufzeichnen kann, weniger Interessant wären jetzt Daten von rein technischen Geräten. Ich sag mal Kühlschränke werden nicht so ergiebig sein in der Hinsicht, ihr Heizungsanlage vielleicht schon eher, wenn die auch übers Internet gesteuert wird. Weil man daraus möglicherweise ablesen kann, wann sie zu Hause sind, oder wann nicht, wenn man die hacken würde. Das könnte dann für jemanden, der vielleicht bei ihnen einbrechen möchte, schon ein wichtiger Hinweis sein.”

Eine der der Schlussfolgerung des Expertentreffen war: Wir alle, Strafverfolgung, IT-Experten, Entscheider und auch wir User müssen verstärkt zusammenarbeiten, um eine Balance zwischen den positiven Möglichkeiten, die das Internet der Dinge bietet ,und den Risiken hinzubekommen. Denn es wird in Zukunft noch viel mehr Dinge im Internet der Dinge geben. Smarthomes, die Industrie 4.0, oder selbstfahrende Autos sind da nur ganz wenige Beispiele.

Die Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit ENISA will in den kommenden Monaten einen Bericht zur Basissicherheit im Internet der Dinge vorstellen.